Product Review #1: FieldPower (part 1 of 2)

 

Heute beginnen wir eine neue Blog-Serie: „Product Review &Testing“. Ich habe mir zum ersten Mal Zeit genommen, einen Athletikartikel ausgiebig zu testen. Meine Eindrücke habe ich zum einen hier im Blog niedergeschrieben; zum anderen begleite ich diesen Blogbeitrag mit einem passenden und ausführlichen Video, das Du hier findest: https://bit.ly/2JKIk6w.

 

Was ist der FieldPower?

In eigene Worte gefasst handelt es sich beim FieldPower um ein funktionales Trainingsequipment für athletische, schnellkräftige Übungen wie Sprints. Es arbeitet dabei – ähnlich Widerstandsbändern – mit einem Widerstand, der kontinuierlich größer wird, je weiter die Bänder ausgezogen sind. Aufgrund seiner flexiblen Handhabung eignet es sich hervorragend auch für sportartenspezifische Bewegungen und Kräftigungsübungen analog zu Kabelzugübungen.

(Herstellerinformationen zum FieldPower findest Du auf https://fieldpower-training.com)

Wie hier im Bild  zu erahnen ist, bedarf es dabei keines großen Aufwandes, den FieldPower aufzubauen und zu benutzen. Es kann sowohl drinnen im Gym als auch draußen auf allen Arten von Untergrund zum Einsatz kommen.

 

Schritt für Schritt: Was habe ich getestet und was erwartet Dich im folgenden Text und im Video:

 

  • Der Aufbau: Indoor bzw. mit Standfuß
  • Der Einsatz: Für wen ist das Gerät gedacht und sinnvoll?
  • Equipment und Zusatzequipment: Westen, Schlaufen, etc.
  • Einstellung von Widerstand und Zughöhe
  • Übungen für Schnelligkeit und Power
  • Übungen für Kraft
  • Zusammenfassung

 

Der Aufbau: Indoor bzw. mit Standfuß

Der FieldPower kommt mit einem Standfuß aus Plastik, an dem Rollen befestigt sind. Leer ist der Standfuß sehr leicht und kann einfach transportiert werden. Wenn er zum Einsatz kommen soll, muss dieser Standfuß mit einer ganzen Menge Wasser befüllt werden (Wasserschlauch vonnöten) – oder alternativ mit Spanngurten an einer Wandhalterung, einem Pfeiler, Zaun oder sonstigen stabilen Vorrichtung befestigt werden (siehe hierzu den zweiten separat erscheinenden Teil meiner Review). Die Rollen ermöglichen es, den Standfuß auch dann noch zu bewegen, wenn er mit Wasser gefüllt ist. An der Unterseite des Standfußes befindet sich auch eine Griffmulde, um das Gerät bequem ziehen oder schieben zu können.

 

Der FieldPower selbst kann ganz einfach auf die Stange des Standfußes gesteckt und mit einer (natürlich mitgelieferten) Schraube oben befestigt werden. Schon ist der FieldPower einsatzbereit. Einfach, oder?

 

Der Einsatz: Für wen ist das Gerät gedacht und sinnvoll?

Der FieldPower lohnt sich meines Erachtens für verschiedene Zielgruppen. Zum einem profitieren ganz klar Leistungszentren, die viel mit Athleten arbeiten, die „Explosivität“ benötigen. Aber auch ein durchschnittliches Fitnessstudio, das über einen „funktionalen“ Bereich verfügt, kann vom FieldPower profitieren.

Zum anderen können Personal Trainer den FieldPower gut in ihre Einheiten integrieren, weil er funktional, flexibel und gleichzeitig platzsparend ist. Er ersetzt problemlos einen teuren, schweren Kabelzug. Insbesondere Personal Trainer ohne eigene Facilities dürften also vom FieldPower profitieren.

Zudem macht der FieldPower auch für einzelne Athleten oder Vereine Sinn (sofern sie über das nötige Budget verfügen), die Feldsportarten oder allgemeiner Sportarten betreiben, in denen viel gesprintet und damit viel Schnellkraft und Power benötigt wird. Denn Sprinten gegen Widerstand ist gewissermaßen das Grundprinzip des FieldPower. Folgende Sportarten dürften also eindeutig vom FieldPower profitieren:

  • American Football
  • Fußball
  • Handball
  • Basketball
  • Eishockey
  • Tennis
  • Golf – optimal für die Schwungbewegung und mehr!
  • Leichtathletik
  • Ich merke gerade: für viele mehr und damit für fast alle 🙂

Equipment und Zusatzequipment: Westen, Schlaufen, etc.

Der Fieldpower besteht aus einem massiven Gehäuse und – in meiner Version (Größe: XL) – aus einem gummiartigen Widerstandsband, das bis zu 20m ausgezogen werden kann.

Zur Befestigung des FieldPowers werden zwei kleine Spanngurte mitgeliefert, die Ihren Zweck bei kleinen Pfeilern oder Stangen erfüllen, jedoch nicht ausreichen, wenn der Durchmesser des Pfeilers ca. 40cm (geschätzt) überschreitet.

Es gibt zwei Ausgänge für die Bänder und damit zwei Bänder, was den FieldPower zu einem mobilen Kabelzug macht. Die Zughöhe der Bänder kann variabel mittels Karabiner und Umlenkrollen an der Vorderseite eingestellt werden, so dass individuell entschieden werden kann, woher genau der Widerstand beim Ziehen, Sprinten, etc. kommen soll – etwa von oben, unten, aus der Mitte, etc. Der FieldPower ist hier völlig flexibel einzustellen und an die Bedürfnisse des Athleten und seiner Sportart anzupassen.

Im Lieferumfang enthalten sind zwei Handschlaufen, zwei Fußschlaufen, zwei Oberschenkelschlaufen und ein Hüftgurt. Die FieldPower-Westen, die im Video zu sehen sind, müssen separat gekauft werden. Zwar ist es schön, dass sie in unterschiedlichen Größen verfügbar sind, aber bei einem Preis von ca. 100€ pro Weste sind sie sicher kein Schnäppchen. In meinem Einsatz hat sich der mitgelieferte Gurt zwar als schlicht, aber absolut ausreichend für viele der Übungen erwiesen. Aber wenn man die Fuß- oder Oberschenkelschlaufen nutzen möchte, ist eine solche Weste nicht nur sinnvoll, sondern fast schon Pflicht.

 

Einstellung von Widerstand und Zughöhe

Das Einstellen des Widerstandes ist im Grunde sehr einfach und dreifach möglich:

  1. Auf der Oberseite befindet sich eine Art „Clip“, in den das Widerstandsband einfach eingehakt werden kann. Man zieht oben am Band entsprechend der gewünschten Band-, also Zugstärke und hakt es an dem „Clip“ ein.
  2. Einen doppelten Widerstand kann man auswählen, indem die zwei Ausgänge verbunden und beide Bänder mit seinem „Tool“ (Griff, Schlaufe, etc.) verbunden werden.
  3. Eine weitere, schnelle Widerstandserhöhung lässt sich durch einen Karabiner erreichen, der unten befestigt wird, so dass der in den mittleren „Clip“ eingespannte lose Karabiner jetzt (siehe Bild) in sein „Tool“ einhängt werden kann. Da das Band nun über zwei Rollen läuft, erhöht sich auch hier der Widerstand.

Achtung! Was man grundsätzlich nicht erwarten sollte, ist, dass sich mit dem FieldPower ein extrem starker Widerstand zu Beginn des Auszuges vom Band erreichen lässt. Dafür ist das Trainingsgerät schlicht nicht gedacht und nicht konstruiert. Die Widerstandskraft nimmt schlicht kontinuierlich zu, je weiter die Bänder aus dem FieldPower ausgezogen sind. Der FieldPower ersetzt also keinen 200kg-„Schlitten“. Jedoch hat er einen ausreichend und funktional-kräftigen Widerstand für Spint-Starts, Agility-Drills, Zugübungen, etc.

Die Zughöhe ist durch die Karabiner variabel einstellbar und kann schnell verändert werden. Es ist auch möglich und denkbar einfach, ein Band (oder natürlich beide) über etwa eine erhöhte Stange oder andere Vorrichtung laufen zu lassen, so dass aus dem FieldPower ein Kabelzug von oben wird.

Übungen für Schnelligkeit und Power

Einige Beispielübungen kannst Du Dir in meinem zugehörigen Video anschauen. Der FieldPower eignet sich insbesondere für

  • Schnelligkeitsübungen,
  • Antrittsübungen,
  • Powerübungen für den Unterkörper.

Es können viele Sprints, Sprungübungen und verschiedene sportartenspezifische Übungen mit dem Gerät ausgeführt werden. Durch die Möglichkeit, das Gerät 360° zu drehen, ergeben sich unerwartete und zahlreiche Trainingsmöglichkeiten mit ungewohnten Trainingsreizen, etwa:

  • Schnelle Richtungswechsel
  • Overspeed Training (ein Sprint, bei dem der Widerstand als Zugunterstützung dient und somit den Athleten beschleunigt!), weil man am Gerät einfach vorbeirennen kann und es sich dabei entsprechend dreht.

Das mitgelieferte Equipment für Fußgelenke und Oberschenkel ermöglicht das spezifische Training der Streck- und Beugemuskulatur. Das ist ein absolut erwähnenswerter positiver Effekt, den ich so bisher noch bei keinem Widerstandsgerät in der Kategorie des FieldPower gesehen habe.

Übungen für Kraft

Wie sieht es mit reinen Krafttraining aus? Kann der FieldPower das? Grundsätzlich ja, er kann. Aber er hat sicher andere Stärken als das reine Krafttraining. Denn hier kommt das Gerät irgendwann an seine natürliche Grenze. Weil er über keine klassischen Gewichte verfügt, sind Übungen wie die einfache Außenrotation für das Schultergelenk, Facepulls oder Ruderbewegungen nur eingeschränkt möglich. Der Widerstand kann zwar (stark) variiert werden, doch für ein Maximalkrafttraining reicht der Widerstand einfach nicht aus. Aber ich denke auch nicht, dass der FieldPower für reines Krafttraining konzipiert wurde 😉

Viele allgemeine Kraftübungen lassen sich dennoch mit dem FieldPower ausführen. Vor allem bei Übungen, die man gewöhnlich nur mit eigenem Körpergewicht ausführt, ist das Hinzunehmen des FieldPower-Widerstandes herausfordernd und zielführend. Beispiele gefällig?

  • Ausfallschritte im Lauf,
  • Step-Ups,
  • als Zusatzgewicht beim Klimmzug, beim TRX-Rudern, bei Liegestützen, etc.

Auch für Hypertrophie-Training und Aktivierung kann der Fieldpower sehr gut genutzt werden!

Zusammenfassung

Der FieldPower…

  • … ist in erster Linie ein Widerstands-Trainingsgerät, das das Schnelligkeits- und Powertraining unterstützt und fördert.
  • … eignet sich für alle Sportarten, in denen Schnelligkeit und Power benötigt werden, inklusive schnellen Richtungswechseln oder Overspeed-Training.
  • … ermöglicht das spezifische Training der Streck- und Beugemuskulatur.
  • … eignet sich fürs allgemeine Krafttraining und als Zusatzgewicht für Übungen, die gewöhnlich nur mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt werden (Klimmzüge).
  • … eignet sich nicht für Maximalkrafttraining.
  • … ist schnell und flexibel einstellbar (Widerstand, Zughöhe) und kann damit verschiedenste Übungen unterstützen.
  • … ist schnell und einfach aufgebaut, indoor (mit wassergefülltem Standfuß) wie outdoor (etwa an einem Zaun aufgehängt).
  • … ist durch sein geringes Gewicht leicht tragbar. Die Portabilität verleiht dem FieldPower zusätzlich eine Daseinsberechtigung im Krafttraining, weil er auch außerhalb des Gyms leicht und bequem zum Einsatz kommen kann.
  • … verfügt über gutes, funktionales Zusatzequipment, das teilweise preislich schmerzt (Westen).

 

Hier noch mein passendes Video zum Blog Beitrag

 

 

Wenn Du Fragen zu einem bestimmten Equipment hast oder zum Thema Training, Ernährung, Muskelaufbau, etc. dann schreib mit gerne eine Nachricht über mein Kontaktfeld. Vielleicht kann ich Deine Frage sogar in einem meiner nächsten Videos oder Blogbeiträge ausführlich beantworten.

So, das war die erste Folge der neuen Serie „Product Review & Testing“. Expect further content soon! 😉

 

 

 

 

 

 

2018-07-24T16:54:42+00:00